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Maremonto Reise- und Wanderführer: Obersteiermark und Pyhrn-Priel-Region

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Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Das gewaltige Dachstein-Massiv ist der höchste Gebirgsstock nördlich der Tauern. Während das Massiv nach Norden, zum Salzkammergut hin, mit einem ausgedehnten Hochplateau und einigen niedrigeren Vorgipfeln ausläuft, überragt es das Ennstal mit der monumentalen Felsflanke der Südwand. Die fast tausend Meter hohe Steilwand bildet mit ihren drei Gipfeln, darunter der 2995 Meter hohe Hauptgipfel, eine charakteristische Skyline, die von den gegenüberliegenden Schladminger Tauern aus am besten zu sehen ist. Nordseitig schließt sich an die Südwandgipfel ein ausgedehntes Gletschergebiet an, das sich über mehrere Quadratkilometer erstreckt und in Richtung Norden einen weiten Hang mit sanftem Gefälle bildet. Die ineinander übergehenden Gletscher gehören zu den tiefstgelegenen des gesamten Alpenraumes; allerdings sind sie, wie alle Alpengletscher, stark im Rückgang begriffen und werden in einigen Jahrzehnten vermutlich völlig verschwunden sein.Seit 1969 führt von Ramsau aus eine Seilbahn bis zur Hunerkogelscharte in 2700 Metern Höhe. Die Dachstein-Südwandbahn (auch Dachstein-Gletscherbahn oder Hunerkogelbahn genannt) ist die höchste Seilbahn der Steiermark – und der Superstar unter den Seilbahnen in weitem Umkreis: Keine andere fährt so hoch nach oben und bietet so fantastische Eindrücke! Kein Wunder, dass man hier an die Grenzen der Kapazität stößt: Ohne vorherige Reservierung hat man in der sommerlichen Hochsaison kaum Chancen auf einen Platz in der Gondel, zu den populären Zeiten (vormittags hoch, nachmittags runter) ist üblicherweise schon Tage vorher alles ausgebucht. Von der bereits knapp 1700 Meter hoch gelegenen Talstation, die von Ramsau aus auf einer Mautstraße zu erreichen ist, schwebt die Gondel steil nach oben. Wer Lust auf ein besonderes Erlebnis hat, kann auf dem kleinen Aussichtsbalkon auf dem Dach mitfahren – man muss dafür freilich das Glück haben, die richtige Gondel zu erwischen (nur eine der beiden hat einen Balkon) und ein bisschen drängeln, weil die Plätze knapp sind. An der Bergstation kommt völlig unvermittelt das vergletscherte Hochplateau in Sicht, das von der Südseite her nicht zu sehen ist. Plötzlich steht man mitten im Sommer im Schnee, fühlt sich wie in einer anderen Welt: Es gibt nur noch blendendes Weiß und das Grau der Felsen (die Fotos auf diesen Seiten entstanden übrigens im August). Die leicht in Richtung Norden geneigte Gletscherfläche ist von kleineren felsigen Gipfeln umgeben: Im Osten erheben sich die schroffen Zacken des Koppenkarsteins, in Richtung Norden erstreckt sich der Felsrücken von Niederem und Hohem Gjaidstein. Das Gebäude der Bergstation bildet mit einem Selbstbedienungsrestaurant das Versorgungszentrum. Draußen bietet die Aussichtsplattform Skywalk   eine atemberaubende Aussicht in die Tiefe der Südwand, über das Ennstal reicht der Blick bis weit über die gegenüberliegenden Schladminger Tauern hinaus – sofern man Glück hat, denn der Dachstein hüllt sich sehr gerne in Wolken, oft auch dann, wenn es rundherum sonnig ist. Weil die Aussicht vom Skywalk offenbar nicht reicht, wurde 2012-2013 noch eine spektakuläre Seilhängebrücke sowie die „Treppe ins Nichts“, eine kleine gläserne Aussichtsplattform, daneben gebaut. Vorläufiger Höhepunkt der Touristenbeeindruckungsmaschinerie ist der Eispalast, eine Ausstellungsanlage aus Gängen, die im Eis des Gletschers angelegt wurden und aus Eis geschnitzte Figuren in effektvoller (also ziemlich bunter) Beleuchtung zeigt. Hängebrücke, Treppe ins Nichts und Eispalast bilden ein Besichtigungspaket, das nicht ganz billig ist; Brücke und Treppe kann man separat buchen, den Eispalast nur in Verbindung mit den Außenanlagen (er wird über die Brücke betreten). Der Skywalk ist davon getrennt und kostet nichts.Die Szenerie aus Fels und Eis ist außerordentlich eindrucksvoll, das steht völlig außer Frage! In Verbindung mit dem bequemen Zugang mit der Seilbahn macht diese Tatsache das Dachsteinplateau zur absoluten Top-Attraktion der Obersteiermark, die jeder mindestens einmal erlebt haben will – wo sonst kommt man innerhalb von ein paar Minuten vom Tal auf einen Gletscher? Darüber hinaus sind die Dachsteingletscher das einzige Ganzjahres-Skigebiet der Region mit mehreren Abfahrtspisten und einer „gefaltet“ angelegten Langlaufloipe. Dadurch wird es natürlich ziemlich voll: An schönen Tagen befinden sich mehrere Tausend Menschen auf dem relativ kleinen Areal, auf Gedränge und Massenabfertigung muss man also vorbereitet sein.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Der nordwestliche Abschnitt der Steiermark, der vom Oberlauf der Enns durchflossen wird, ist eine der abwechslungsreichsten Destinationen der österreichischen Alpen: Durch die Lage zwischen geologisch völlig verschiedenen Gebirgszügen – den Kalkalpen im Norden und den vulkanisch entstandenen Niederen Tauern im Süden – hat man hier die Möglichkeit, von Tag zu Tag eine ganz unterschiedliche Atmosphäre zu erleben. Der Star unter den obersteirischen Bergen ist der Dachstein, als Fast-Dreitausender mit Gletscherbedeckung und der monumentalen Kalksteinfassade der Südwand einer der eindrucksvollsten Gebirgszüge der nordöstlichen Alpen. Nur wenige Kilometer von den Eiswelten der Dachsteingletscher entfernt verführen die lieblichen Seen des Ausseer Landes zu einem erfrischenden Bad. Sie werden überragt vom ausgedehnten Toten Gebirge, einer weiten, stillen Bergwelt, die nur in den Randbereichen touristisch erschlossen ist. Südlich der Enns ziehen sich die Niederen Tauern als ausgedehnter Gebirgszug mit zahllosen Bergseen entlang. Die intensiv ausgebaute Wintersport-Infrastruktur mit vielen Seilbahnen ermöglicht hier erlebnisreiche Tagestouren zu den hohen Tauerngipfeln.In den touristisch geprägten Gegenden wurden einige der leicht erreichbaren „Seilbahnberge“ zu wahren Familien-Erlebniszentren ausgebaut – immerhin mit Kreativität und Respekt vor der Landschaft. Weitere interessante Ausflugsziele auch für Familien sind die Klammen der Region mit ihren Wasserfällen und abenteuerlichen Steiganlagen. Wer sich dagegen auf die Spuren der Vergangenheit begeben will, findet in Bad Aussee, Windischgarsten und Eisenerz malerische historische Kleinstadtzentren, Stift Admont, Burg Strechau und die Johanneskapelle von Pürgg sind einzigartige Kulturdenkmäler unterschiedlicher Epochen. Einen etwas anderen Ausflug in die Geschichte ermöglichen die Schaubergwerke der Gegend, in denen man sich auf die Spuren des historischen Erz- und Salzbergbaus begeben kann, der über Jahrhunderte die wirtschaftliche Basis der Region bildete. Während die Region Schladming/Ramsau und das Stodertal intensiv touristisch erschlossen sind, stellen das weitläufige Tote Gebirge, die einzigartige Flusslandschaft des Gesäuses mit den umgebenden Bergen und das waldreiche Reichraminger Hintergebirge weitgehend naturbelassene Berglandschaften dar, die nicht durch intensiven Wintertourismus beeinträchtigt sind. Die Nationalparks und Naturschutzgebiete sind Rückzugsräume für zahlreiche selten gewordene Tier- und Pflanzenarten und eröffnen Chancen für außergewöhnliche Naturerlebnisse in der Einsamkeit dieser abgelegenen Bergwelten.
Produktinformation
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Maremonto Reiseverlag; Auflage: 1 (26. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3950369651
ISBN-13: 978-3950369656
Größe und/oder Gewicht:
12,8 x 2 x 19 cm
Durchschnittliche Kundenbewertung:
5.0 von 5 Sternen
1 Kundenrezension
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Der Obersteiermark-Reiseführer ist nicht nur ein umfassender Reiseführer der alles enthält, was man für die Urlaubsplanung braucht, sondern er ist meiner Ansicht nach auch einfach ein wirklich schön gemachtes Buch. Sicher einer der hübschesten Reiseführer die ich besitze mit guten Fotos und auf gutem Papier gedruckt. Besonders wichtig sind die detaillierten Beschreibungen der 30 Wanderungen, da diese Region ja vor allem für ihre Wandermöglichkeiten und ihre tolle Landschaft berühmt ist. Dazu kommt Wissenswertes über die Region sowie Infos zu Übernachtungsmöglichkeiten, Infrastruktur und natürlich eine Menge an Ausflugstipps (Musee, Attraktionen, Naturschönheiten) in der Region zwischen Schladming im Westen und dem Erzberg im Osten und zwischen Sölkpass im Süden und Altaussee im Norden. Besonders hifreich finde ich die Bewertung der Ausflugsziele, die erleichtert die Planung ungemein. Und der Schreibstil ist auch unterhaltsam, vor allem, da der Autor dort wo sie angebracht sind, auch vor kritischen Kommentaren nicht zurückschreckt. Bin rundum zufrieden.
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